Die Jusos Mainz fordern, im Umgang mit wohnungslosen und hilfsbedürftigen Menschen konsequent auf
Unterstützung und Hilfsangebote zu setzen, statt auf Druck und Vertreibung.
In den vergangenen Wochen sind vermehrt Presseberichte zu einzelnen Gruppen wohnungsloser
Menschen im Bereich des Mainzer Hauptbahnhofs erschienen, die teilweise durch Alkohol- und
Drogenkonsum auffielen. Ordnungsdezernent Lange und seine Strategie der “härteren Gangart”
(Allgemeine Zeitung vom 13.10.2026) zielen darauf ab, den Aufenthalt im Bereich der Mainzer Innenstadt
durch ständige Kontrollen und Polizeipräsenz möglichst unangenehm zu gestalten und die wohnungslosen
Menschen dadurch aus der Stadt zu vertreiben.
“Wir Jusos Mainz lehnen dieses Vorgehen der Schikanierung und Vertreibung hilfsbedürftiger Menschen
entschieden ab”, so Max Köppen, stellvertretender Vorsitzender der Jusos Mainz. Sie verlangen ein Ende
dieses unwürdigen Umgangs und fordern, Menschen in gesundheitlichen, finanziellen oder sonstigen
Notlagen konsequente Unterstützung durch Hilfsangebote zukommen zu lassen. Sucht sei kein
Verbrechen, sondern eine Krankheit.
“Das Vorgehen von Ordnungsdezernent Lange bietet den Menschen keine Hilfe an, sondern setzt allein
darauf, die Menschen in andere Städte zu vertreiben, um sich aus der Verantwortung zu ziehen”, kritisiert
Charlotte Wiemer, stellvertretende Vorsitzende der Jusos Mainz. Dass dieses Vorgehen die Lage der
Menschen nicht verbessert, ließe sich aus dem Vorgehen der Frankfurter Behörden lernen.
Die Jusos Mainz fordern, dass Karsten Lange sich für den Erhalt und den Ausbau von Hilfsangeboten für
suchtkranke und wohnungslose Menschen durch geschützte Räume und nachhaltige Unterstützung
einsetzt. „Maßnahmen, die nur auf Vertreibung abzielen, lösen nicht die Probleme der Menschen. Karsten
Lange handelt nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn”, stellt der Co-Vorsitzende der Jusos Mainz,
Benedikt Boßbach, klar. ”Mittel- bis langfristig können nur Unterstützung und Prävention dieses Problem
lösen”, ergänzt Emily Frey, Beisitzerin im Vorstand.